Langziit-Verhüetig

Hormonspirale

Die Hormonspirale oder IUS (Intrauterinsystem) wird vom Arzt in die Gebärmutter eingesetzt und kann dort je nach Spirale bis zu 3 bzw. bis zu 5 Jahre verbleiben. Das Einsetzen geschieht mit einem biegsamen Kunststoffröhrchen. Erst in der Gebärmutter entfalten sich die weichen Ärmchen der Spirale.

Das Gestagen der Hormonspirale wirkt direkt am Ort des Geschehens und wird nur wenig durch den Blutkreislauf verstoffwechselt. Kontinuierlich werden sehr geringe Mengen an Gestagen freigesetzt und durch die Verdickung des Schleims im Gebärmutterhals wird eine Schwangerschaft verhindert.

Ausserdem hemmt das Gestagen den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut. Anders als kombinierte Pillen enthält die Hormonspirale kein Östrogen.

Wirkungsweise
Hormonell
Anwendung
Alle 3 oder 5 Jahre
Zuverlässigkeit (Pearl-Index bei perfekter Anwendung)
Sehr hoch (0,16-0,33)
Rückkehr zur Fertilität
Sofort möglich
Mögliche Auswirkung auf Blutungsmuster
Blutungsunregelmässigkeiten (v. a. zu Beginn der Anwendung), schwache Blutung im Verlauf der Anwendung, gelegentliches oder vollständiges Ausbleiben der Blutungen
Vorteile
Langzeitverhütung, Einsatz bei Östrogen-Unverträglichkeit, wirkt direkt am „Ort des Geschehens“, kein Wirkverlust durch Erbrechen/Durchfall
Nachteile
Einlage durch Gynäkologen
Häufige mögliche Nebenwirkungen
U. a. Akne, Kopfschmerzen, vaginale Infektion, Ovarialzysten, Bauch-/Unterleibsschmerzen, depressive Verstimmungen, Rückenschmerzen